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Dackel und die Science fiction

Freunde und Forscher Dackels werden angesichts der Überschrift sicherlich den Kopf schütteln. Zu den wenigen Dingen, die das Universalgenie Demetrius Dackel in seinem langen Leben nicht ausprobiert hat, gehört wohl das Schreiben von SF-Romanen. Und doch, könnte es nicht sein, dass er zumindest in einer Parallelwelt … ?

Als Dackel in den sechziger Jahren als wissenschaftlicher Assistent für den österreichischen Kybernetiker Heinz von Foerster an der University of Illinois arbeitete, musste er im Rahmen seiner universitären Verpflichtungen auch eine Sprechstunde für Studienanfänger und -interessierte führen. Anfang der 60′er Jahre tauchte in dieser Sprechstunde ein junger Mann auf, der gerade seinen Bachelor of Science in New York abgeschlossen hatte, und nun Biophysik bei Foerster studieren wollte.

Die beiden verstanden sich auf Anhieb gut und das Gespräch geriet schnell in eine privatere Bahn. Der junge Mann erzählte, dass er bereits seit einiger Zeit Science Fiction Geschichten schreibe, bislang aber noch keine veröffentlichen konnte, weshalb er seine wissenschaftlichen Kenntnisse vertiefen wolle. Da die Sprechstunde offiziell bereits vorbei war, schlug Dackel vor, das Gespräch in eine nahe gelegene Bar zu verlegen.

Dort unterhielten sie sich mehr über Science Fiction als das Studium. Besonders begeistert war Dackel von Parallelwelt-Geschichten, wie er dem jungen erfolglosen Autor anvertraute. Unter dem Einfluss nun doch schon mehrerer Drinks erfanden die beiden verrückte Parallelwelten, wobei sie sich gegenseitig an Irrsinn zu übertrumpfen versuchten. Dackels den Wettstreit abschließender Vorschlag einer Welt, in der Adolf Hitler in die USA ausgewandert wäre und dort ein erfolgreicher SF-Autor geworden wäre, belustigte beide in ungeheurem Maße und kichernd malten sie sich die durchgeknallten Romane aus, die der verhinderte Führer wohl geschrieben hätte. Am Ende des Abends riet der vom Alkohol schwer angeschlagene Dackel dem nicht minder betrunkenen jungen Mann vom Studium ab, er solle weiter seinen Weg als SF-Autor gehen.

Am nächsten Morgen fuhr Norman Spinrad, um keinen anderen handelte es sich bei dem jungen Mann, zurück nach New York. Nur ein Jahr später konnte er seine erste Story in Astounding publizieren. 1972 erschien von Spinrad “The iron dream”, ein Parallelwelt-Roman, in dem Adolf Hitler nach Amerika auswandert und dort ein bekannter SF-Autor wird. Der Roman “The iron dream” ist die literarische Kritik von dessen Fantasy-Epos “Der Herr des Hakenkreuzes”.

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