Wie den meisten bekannt sein dürfte, lernte Dackel in seiner mexikanischen Zeit auch den bedeutenden Maler der Moderne Jusep Torres Campalans kennen. Campalans unterrichtete Dackel sogar mehrere Monate lang in der Malerei, gab den Unterricht dann aber wegen “völliger Talentlosigkeit” Dackels wieder auf. In den letzten Wochen soll es dabei zu mehreren heftigen Zerwürfnissen zwischen Campalans und Dackel gekommen sein.
Max Aub berichtete später, er habe mit eigenen Augen gesehen, wie Campalans mit einem Messer auf Dackel los gestürmt sei, der sich gerade noch rechtzeitig hinter einer umgeschmissenen Staffelei verschanzen konnte. Die darauf aufgespannte Leinwand habe Campalans dann genüßlich mit weit ausholenden Bewegungen in Fetzen zerhieben.
Aus der ersten noch unbeschwerten Zeit der Freundschaft gibt es sogar Filmmaterial. Beide Künstler hatten bei einem Aufenthalt in Mexiko-City den Regisseur Luis Bunuel kennen gelernt, der gerade seinen Film “La ilusión viaja en tranvía” über zwei Straßenbahnfahrer drehte. In einer Szene müssen die beiden Filmhelden Caireles und Tarrajas gegen ihren Willen eine ganze Reihe wartender Fahrgäste mitnehmen, damit nicht auffällt, dass sie die Bahn entwendet haben. Gleich zu Beginn steigen zwei Männer ein, die in ein reges Gespräch vertieft sind. Wer genau hinsieht, erkennt in den beiden Statisten Campalans und Dackel.
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